Montag
10. November
21:00
Filmkritik

Das Rätsel Kaspar Hauser

Standort Kino Monviso
Bezahltes Ticket
Preis € 6
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Im Morgengrauen des Jahres 1828 erscheint ein junger Mann auf dem Nürnberger Marktplatz, unfähig zu sprechen und zu gehen. Es ist Kaspar Hauser, von Geburt an isoliert aufgewachsen und nun plötzlich in die Welt hinausgeworfen. Die Gesellschaft betrachtet ihn als Kuriosität, studiert ihn, formt ihn, stellt ihn zur Schau. Kaspar muss die Sprache der Menschen lernen, doch seine Unschuld wird bald zur Bedrohung der rationalen Ordnung, die ihn zu formen vorgibt. Herzog entwirft eine Geschichte zwischen Traum und Realismus, in der Licht und Schatten einander jagen wie Wellen auf dem Wasser. Mittendrin sucht Kaspar seinen Platz: im Kreis der Menschheit, der ihn zugleich ablehnt und anzieht. Es ist ein Film über den Ursprung des Blicks, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und die Zerbrechlichkeit
derer, die versuchen, die unsichtbaren Grenzen zu durchbrechen, die andere um sie ziehen.

1974, Regie: Werner Herzog

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Das Rätsel Kaspar Hauser

Im Morgengrauen des Jahres 1828 erscheint ein junger Mann auf dem Nürnberger Marktplatz, unfähig zu sprechen und zu gehen. Es ist Kaspar Hauser, von Geburt an isoliert aufgewachsen und nun plötzlich in die Welt hinausgeworfen. Die Gesellschaft betrachtet ihn als Kuriosität, studiert ihn, formt ihn, stellt ihn zur Schau. Kaspar muss die Sprache der Menschen lernen, doch seine Unschuld wird bald zur Bedrohung der rationalen Ordnung, die ihn zu formen vorgibt. Herzog entwirft eine Geschichte zwischen Traum und Realismus, in der Licht und Schatten einander jagen wie Wellen auf dem Wasser. Mittendrin sucht Kaspar seinen Platz: im Kreis der Menschheit, der ihn zugleich ablehnt und anzieht. Es ist ein Film über den Ursprung des Blicks, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und die Zerbrechlichkeit
derer, die versuchen, die unsichtbaren Grenzen zu durchbrechen, die andere um sie ziehen.

1974, Regie: Werner Herzog

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